Logo: Zentrales Knochenmarkspender-Register für die Bundesrepublik Deutschland gemeinnützige GmbH
» Die Wahrscheinlichkeit zu weiteren Untersuchungen
gebeten zu werden liegt bei 10%. «
Nur etwa 1% der registrierten Spender spenden tatsächlich Blutstammzellen
» Das ZKRD verfügt über Daten von über 6.500.000
potenziellen Spendern aus ganz Deutschland! «
Jährlich werden über 7.000 Transplantationen mit einem deutschen Spender durchgeführt.
» Das ZKRD ist die größte Datenbank in Europa und
eines der leistungsfähigsten Register weltweit. «
Jährlich werden rund 30.000 Anfragen aus dem In- und Ausland bearbeitet.
» Das ZKRD kann auf Daten von weltweit über 28.000.000 Spendern zugreifen! « Für 9 von 10 Patienten wird ein geeigneter Spender gefunden.
» 75% der Patienten haben nach 3 Monaten ihren passenden Spender gefunden! «Häufige HLA-Merkmale kommen in Deutschland mit einer Frequenz von 1:300 vor.

Jubiläumstagung des ZKRD mit Größen aus Politik und Wissenschaft 04.05.2017

Staatssekretär Lutz Stroppe (Berlin) und Staatssekretärin Theresa Schopper (Stuttgart) zu Gast

Zum 25-jährigen Jubiläum begrüßt das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) auf der Jahrestagung am 17. und 18. Mai im Donausaal der Ulmer Messehalle prominente Gäste aus Politik und Wirtschaft. Zum feierlichen Auftakt sprechen unter anderem Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, und Theresa Schopper. Schopper ist als Staatssekretärin für die politische Koordination im Staatsministerium Baden-Württemberg verantwortlich. Die zweitägige Veranstaltung bietet den teilnehmenden Vertretern aus den Transplantationszentren, Spenderdateien und Sucheinheiten die Möglichkeit, aktuelle Forschungsergebnisse und Perspektiven rund um die Blutstammzellspende im Lichte ihrer historischen Entwicklungen zu betrachten.

Den wissenschaftlichen Festvortrag hält Prof. Dr. Rainer F. Storb. Der deutsch-amerikanische Hämatologe und Onkologe vom Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle zählt zu den Koryphäen im Bereich der Transplantationsbiologie. Mit grundlegenden experimentellen Arbeiten und klinischer Forschung trug er als engster Mitarbeiter des verstorbenen Nobelpreisträgers E. Donnall Thomas ganz wesentlich zur Entwicklung der Knochenmarktransplantation bei. Storb wird über die „Allogene hämatopoetische Zelltransplantation – vom Labor ans Krankenbett“ referieren. Die Reihe der Vorträge der ZKRD-Tagung wird von Prof. em. Dr. Hans-Jochem Kolb aus München fortgeführt, einem der Pioniere der Knochenmarktransplantation in Deutschland, der über die Stammzelltransplantation als Immuntherapie spricht. Dr. Dr. Carlheinz Müller, Geschäftsführer des ZKRD, Präsident der World Marrow Donor Association (WMDA) und Gastgeber der Tagung, weiß um die Relevanz des jährlichen Austauschs: „Die Transplantation von Blutstammzellen ist nicht nur durch die kontinuierliche Forschung einer der sich am schnellsten entwickelnden Bereiche der modernen Medizin, sondern ganz sicher der einzige, wo die reibungslose nationale und internationale Zusammenarbeit eine entscheidende Bedeutung für die Behandlung jedes einzelnen Patienten darstellt. Deswegen ist der regelmäßige Kontakt und kollegiale Dialog auf der alljährlichen ZKRD-Tagung für uns alle so enorm wichtig.“ Insgesamt 15 Fachvorträge regen dazu an.

Das Tagungsprogramm weist erneut namhafte internationale Experten auf, wie beispielsweise Dr. Marianne Delville vom Hôpital Universitaire Necker Paris. Sie stellt die Gentherapie als Ersatz für Transplantationen bei Thalassämie vor, einer genetisch bedingten Erkrankung der roten Blutkörperchen. Dr. Christian Gabriel (Linz) gibt einen Überblick über die Entwicklung der Immungenetik von der klassischen Serologie bis hin zur aktuellen Revolution der molekularbiologischen Methoden. Aus der Perspektive der Spenderdateien spricht beispielsweise Susanne Morsch, Vorstandsmitglied der Stefan Morsch-Stiftung. Ihr Bruder und Namensgeber der Stiftung erhielt 1984 Stammzellen eines Fremd-spenders im Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle. Nach seinem Tod gründeten seine Eltern auf seinen Wunsch 1986 die erste deutsche Spenderdatei. Frau Morsch berichtet nun über die Entwicklung der Datenschutzvorgaben im Rahmen der neuen EU-Richtlinie und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Praxis. Von Big Data in der Onkologie über Neuerungen beim Transport des Transplantats bis hin zu Standards für die weltweite Zusammenarbeit: Tagungen wie diese tragen dazu bei, dass sich die Situation der Patienten auf der ganzen Welt kontinuierlich verbessert.

 
2017-05-04_ZKRD-PM-Jubilaeums-Tagung-2017.pdf (PDF, 67,3 KB)


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