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gebeten zu werden liegt bei 10%. «
Nur etwa 1% der registrierten Spender spenden tatsächlich Blutstammzellen
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potenziellen Spendern aus ganz Deutschland! «
Jährlich werden über 3.000 Transplantationen mit einem deutschen Spender durchgeführt.
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eines der leistungsfähigsten Register weltweit. «
Jährlich werden rund 30.000 Anfragen aus dem In- und Ausland bearbeitet.
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rund 30.000.000 Spendern zugreifen! «
Für 9 von 10 Patienten wird ein geeigneter Spender gefunden.
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ihren passenden Spender gefunden! «
Häufige HLA-Merkmale kommen in Deutschland mit einer Frequenz von 1:300 vor.
 

Was ist Leukämie?

Rudolf Virchow, Politiker und berühmter Arzt an der Berliner Charité, beschrieb 1845 als erster das Krankheitsbild der Leukämie und gab der Krankheit ihren Namen, der „weißes Blut“ bedeutet und auf die deutliche krankhafte Vermehrung der weißen Blutkörperchen im Blut hinweist. Heute steht der Begriff „Leukämie“ für eine ganze Gruppe von Erkrankungen des blutbildenden Systems.

Das Blut setzt sich aus Zellen (Blutkörperchen) und einer Flüssigkeit, dem Blutplasma, zusammen. Das Plasma besteht zu 90 % aus Wasser. Die restlichen 10 % sind Eiweiße, Zucker, Fette, Metalle und Salze. Außerdem enthält das Plasma Abwehrstoffe, die Krankheitserreger vernichten können. Bei den Blutkörperchen werden dabei drei Arten unterschieden. die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und die Blutplättchen (Thrombozyten). Alle Blutzellen haben abhängig von ihrer Funktion eine begrenzte Lebensdauer. Im Knochenmark entstehen daher aus so genannten Blutstammzellen durch Zellteilung oder Reifungsschritte ständig neue Blutzellen, die dann in den Blutkreislauf übertreten.

Bei einer Leukämie kommt es zu einer starken Vermehrung von weißen Blutkörperchen, insbesondere der noch funktionsuntüchtigen, jugendlichen Vorstufen. Diese Leukämiezellen verdrängen die normale Blutbildung im Knochenmark und treten auch verstärkt im Blutkreislauf auf. Das stört den normalen Ablauf der Blutbildung und führt zu einem Mangel aller Arten gesunder Blutzellen. Dabei führt die Verminderung roter Blutkörperchen zu Blässe und Leistungsschwäche und die Verminderung der Blutplättchen zu vielen blauen Flecken oder schwer stillbaren Blutungen (Nasenbluten). Das Fehlen gesunder weißer Blutkörperchen führt zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen.

Abhängig von der Art der weißen Blutkörperchen aus denen die Leukämiezellen hervorgehen, unterscheiden die Mediziner zwischen myeloischen und lymphatischen Leukämien. Beide Leukämiearten können jeweils eine akute oder chronische Verlaufsform annehmen. Akute Leukämien entwickeln sich sehr rasch und ohne Behandlung tritt hier innerhalb weniger Wochen ein lebensbedrohlicher Zustand ein. Im Gegensatz dazu sind chronische Leukämien schleichende Erkrankungen, bei denen der Patient über Monate und Jahre symptomarm bleiben kann.
Was ist Leukämie?

Im Wesentlichen werden folgende vier Leukämiearten unterschieden:

  • Akute myeloische Leukämie (AML)
  • Akute lymphatische Leukämie (ALL)
  • Chronisch myeloische Leukämie (CML)
  • Chronisch lymphatische Leukämie (CLL)
Je nach Leukämieart variieren die Heilungsaussichten. Für jeden Patienten muss ein persönliches Therapieschema erstellt werden. Oftmals ist die Behandlung mit einer Chemotherapie oder Bestrahlung aber nicht ausreichend. Dann ist die Übertragung (Transplantation) gesunder Blutstammzellen die einzige Hoffnung auf Leben.

Auch bei einer Reihe anderer Bluterkrankungen, wie angeborenen schweren Immundefekten und bei Krankheiten, deren Behandlung eine massive Chemotherapie oder starke Bestrahlung erfordert, hat sich die Übertragung gesunder blutbildender Zellen bewährt.